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Turmfalken an der GS Dehme



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Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Bad Oeynhausen und des Grundschulverbund Weser-Wiehen

Vogel und Baum des Jahres 2015 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 26. Oktober 2014 um 17:51

 

Vogel des Jahres 2015 -  Der Habicht

Auch im Mühlenkreis gefährdet
Der scheue Habicht ist zwar nicht akut gefährdet, er steht aber auf der Vorwarnliste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Deshalb wurde er vom Naturschutzbund (NABU) Deutschland zum Vogel des Jahres 2015  gekürt. Der fast 60 cm große Greifvogel mit 130 cm Spannweite brütet auch am Waldrand des Wiehengebirges mit angrenzenden Wiesen und Feldern. Von dort startet er seine Überraschungsangriffe auf Krähen und Elstern. Gelegentlich schnappt er sich auch Tauben oder in seltenen Fällen auch ein Haushuhn. Das er als „Konkurrenz des Jägers“ zuweilen einen Junghasen oder ein Rebhuhn greift, sollte man ihm nicht verübeln. Obwohl schon 1970 auf Druck der Naturschutzverbände die Jagd auf alle Greifvögel verboten wurde, wird  immer noch vergiftet, gefangen oder geschossen.  Noch ist der Habicht im Kreis Minden-Lübbecke vertreten, aber einige Reviere sind aus unerklärlichen Gründen  nicht mehr flächendeckend besetzt. Leider werden auch im  Mühlenkreis immer wieder Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung bekannt. Die Jagd auf Greifvögel ist allerdings kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug geahndet werden. Deshalb bittet der Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke, in begründeten Verdachtsfällen die örtliche Polizeidienststelle oder die Stabstelle Umweltkriminalität in Düsseldorf  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Tel. (0211) 45666473 zu informieren .
Erwin Mattegiet
NABU-Kreisverband Minden-Lübbecke

Foto: R. Kauffeld

 

 

Baum des Jahres 2015 - Der Feld-Ahorn

Der „kleine Bruder“ wurde zum Baum des Jahres 2015 gewählt.

Um der Vielfalt an Bäumen in Feld, Wald und Flur ein Zeichen zu setzen wird jährlich „Der Baum des Jahres“ ausgerufen. Hier ist egal, ob es sich um einen Parkbaum, ein Alleebaum, Setzlinge in einer Aufforstungsfläche oder Ähnliche, handelt. 1989 war es zum ersten Mal die Stieleiche, im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf die Traubeneiche.

Drei Ahornarten können wir in unserer Landschaft entdecken. Unter ihnen der Berg- und Spitzahorn. Den dritten im Bunde kann man als „kleinen Bruder“ bezeichnen. Den Feldahorn.

Im volkstümlichen wird er auch als Maßholder bezeichnet. Dieser Name führt auf seine frühere Verwendung zurück. Er diente als Viehfutter und wurde zudem als Speisebaum genutzt, die Blätter wurden wie Sauerkraut zubereitet und gegessen. Holder bezieht sich auf den holunderartigen Wuchs.

Auf ganz Europa bezogen ist er die häufigste Ahornart, doch in Deutschland kaum natürlich zu finden. Im Wald hat er kaum eine Chance sich gegen wuchskräftige Bäume, wie die Buche durchzusetzen.

Der Feldahorn wird in Gärten und Parks angepflanzt, oft auch als Hecke. Er bevorzugt etwas trockeneres Klima, als es in Deutschland üblich ist. Der Feldahorn verlangt mehr Sonnenwärme als Berg- und Spitzahorn. Oft wird er nicht höher als 15 Meter. Das höchste Exemplar in Europa ist in Ebrach (Landkreis Bamberg) mit einer Höhe von 28 Metern zu finden. Seine Blätter sind kleiner und runder als die seiner „großen Brüder“ Berg- und Spitzahorn.Seine Flügelfrüchte sind Ahorntypisch, bei Kindern sind sie als „Nasenzwicker“ sehr beliebt.

Als klein, mehrstämmig und unauffällig wird er bezeichnet. Doch gerade hier ist es wichtig auf seinen sehr hohen ökologischen Wert hinzuweisen: Auf Grund seiner guten Verzweigung ist der Feldahorn ein wertvoller Vogelnistplatz und bietet in offener Feldflur Deckungsschutz. Des weiteren dient er Bienen, Hummeln, Schmetterlingen als Futterpflanze. Der Feldahorn verfügt über ein sehr reiches Angebot an Nektar. Auch im Bezug auf den Klimawandel hat der Feldahorn eine wichtige Bedeutung. Er wird als stressresistent bezeichnet und ist so den klimatischen Veränderungen gewachsen. Die langen Trockenzeiten werden den heimischen Bäumen besonders zusetzen. Man kann ihn also auch als „Klima-Baum“ oder „Klima-resistent“ bezeichnen.

Weitere Informationen: www.baum-des-jahres.de

Text : Antje Brandt

 

 

 
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