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Turmfalken an der GS Dehme



Werfen Sie einen Blick in die Kinderstube der Turmfalken an der Dehmer Grundschule.

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Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Bad Oeynhausen und des Grundschulverbund Weser-Wiehen

Jahresbericht 2013 PDF Drucken E-Mail

 



Weißstörche

Der Mühlenkreis hat mit 47 Brutpaaren einen neuen Rekord aufgestellt! Leider haben nur 61 Jungstörche das ungewöhnlich nasskalte Wetter im Frühjahr überlebt, 13 Paare mußten die Brut aufgeben. Auf dem Pfahlnest am Großen Weserbogen wurde erfolgreich gebrütet (Weibchen-Ringnr. DEH HC079 wurde in 2010 in Lauchröden in Thüringen beringt). Zwei Küken konnten dort am 14.06.2013 beringt werden. Die Presse berichtete umfassend. Dies weckte neue Begehrlichkeiten und animierte Oeynhausener Bürger und Firmen, neue Niststandorte mit Pfahlnestern auszustatten: Wulferdingsener und die örtliche Feuerwehr errichteten einen Nistpfahl im Heuental, EON Westfalen-Weser sponserte einen ausgedienten Telegraphenmasten, die Nistplattform stammte aus dem Vorrat des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche“, das Tiefbauunternehmen Stohlmann half beim Bau. Damit sind im Bad Oeynhausener Stadtgebiet jetzt drei Nisthilfen für Weißstörche im Angebot: Babbenhausen/Im Meerfeld, Wulferdingsen/Heuental und Bachaue. Bad Oeynhausen wird Storchenerwartungsland!


Wanderfalken

Mittlerweile sind in Nordrhein-Westfalen 180 Brutpaare bestätigt. Die Bruten finden statt an Industriegebäuden und Kirchen. Im Mühlenkreis sind die Kraftwerkschornsteine und der Fernsehturm nunmehr einige Jahre hintereinander erfolgreich besiedelt. Am Gemeinschaftskraftwerk Veltheim filmte der WDR eine spektakuläre Beringung. Dr. Dr. Alfons Bense und Erwin Mattegiet von der AG Wanderfalkenschutz NRW beringten hier „Felix und Farina“. Die Höhenrettung der Feuerwehr Espelkamp holte hierzu die beiden Küken aus 90 m Höhe mit Hilfe eines Rucksackfahrstuhls! Das Medienereignis motivierte auch hier die Niedersachsen, an zwei Glashütten in Obernkirchen und Rinteln Kästen für Wanderfalken aufzuhängen. Diese stammten aus einer Gemeinschaftsproduktion der Firma Holzbau Grübbel und dem Berufsbildungswerk Wittekindshof in Bad Oeynhausen.


Amphibien
Die Untere Landschaftsbehörde hat Ende Februar das größte Amphibienlaichgebiet unserer Stadt im Dehmer Fuchsloch entbuscht und weitere kleine Tümpel angelegt. Das Vorzeigebiotop am Südhang des Wiehengebirge ist nun unter Beobachtung eines groß angelegten Gelbbauchunken-Monitoring des NABU. Geleitet wird das Projekt von Christian Höppner und unterstützt vom Bundesumweltministerium.

Krötenwanderung
Der diesjährige Aufbruch zum den jeweiligen Laichgewässern der Amphibien in Bad Oeynhausen trat durch den lang anhaltenden Winter verspätet ein. Während im vergangenen Jahr die Wanderung vier Wochen (März 2012) andauerte, waren es in diesem Jahr gerade einmal 10 Tage (Anfang April ). Gerade in den Bereichen, wo die Lurche mit der Hand umgesetzt werden mussten, wurde auf Grund der hohen Anzahl der Tiere deutlich, wie sehr auch sie auf dieses "angenehme Krötenwetter" gewartet haben.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Helfer die die verschiedenen Bereiche in Bad Oeynhausen durch ihr ehrenamtliches Engagement unterstützt haben.



 

Schleiereulen
Das Eulenjahr war mager. Harte Winter mit gelegentlich hohen Schneelagen ließen die Population zusammenbrechen. Nur in der Trafo-Station an der Wendener Straße im Ortsteil Lohe konnten drei Jungeulen beringt werden. Der Mindener Eulenberinger Gerhard Neuhaus wurde dabei von Kindern des Loher Kindergartens Pusteblume mit großem Interesse beobachtet.

Vogelexkursion
Die Wintervogelexkursion ist wie jedes Jahr trotz Minustemperaturen, Schnee oder Regen eine gut besuchte Attraktion rechts der Weser. Beobachtet werden konnten auch dieses Jahr Zugvögel, Kormorane, Höckerschwäne, Nil- und Graugänse, Schellenten, Wacholderdrosseln, Silberreiher und vieles mehr.
Die ornithologischen Erläuterungen des aus Vlotho stammenden Ornithologen Jörg Haddasch wurden in diesem Jahr noch ergänzt durch Eisbergens Ortsheimatpfleger Reinhard Busch, der zu historischen Ereignissen an der Weser referierte. Neben vielen Naturinteressierten, Hobby-Ornithologen, erfahrenen Vogelbeoachtern waren in diesem Jahr auch zahlreiche Kinder ausdauernd mit dem Fernglas dabei. Je nach Vorkommen der gefiederten Wintergäste an der Weser werden auch zukünftig ein bis zwei Exkursionen dieser Art von Jörg Haddasch und Erwin Mattegiet geleitet werden.


Streuobstwiese
Die in 2011 aus einer Spende der Dehmer Firma DENIOS angepflanzte Streuobstwiese im Dehmer Ortsteil Lohbusch trägt bereits erste Früchte. Um die Bestäubung der Obstbäume durch Insekten zu optimieren, wurde von der Offenen Ganztagsschule und dem Kindergarten Dehme ein Insekten-Hotel gebaut. Das Material lieferte die Tischlerei Müller aus Dehme, das Dach die Firma Pieper aus Eidinghausen. Während der Vereinsring Dehme die Materialkosten übernahm, wurde das Insektenhotel von der Firma Holzbau Grübbel aus Eidinghausen kostenfrei in einem professionellen Betonfundament aufgestellt.

Naturentdecker unterwegs

Antje Brandt (Erzieherin und Waldpädagogin) und Mirjam-Hanna Voß (Dipl.-Ing. für Landschaftsentwicklung/Umweltbildung) gründeten im Mai 2012 eine Jugendgruppe. Mittlerweile sind 20 Jungen im Alter von 7 bis 9 Jahren jeden Monat unterwegs, um Natur und Umwelt im Bereich Bad Oeynhausens kennenzulernen und zu schützen. Spiele und Aktionen stehen dabei regelmäßig im Vordergrund. „Was machen eigentlich Kröten im Winter?“ war zum Beispiel Thema einer Exkursion. Waldnachmittage sind regelmäßig interessant und nachhaltig gestaltet. Neben vielen eigenständigen Aktionen wurden auch angeleitete Situationen erlebt. Die Kinder konnten mit kleinen Kosmetikspiegeln einen eher ungewohnten Rundgang durch den Wald machen und bekamen durch den Einsatz von Schlafbrillen ein ganz spezielles Gefühl für den Wald. Ein besonderes Highlight erlebten sie im Juli mit Karl-Heinz Edler. Der Obmann für Lernort Natur der örtlichen Jägerschaft führte mit spannenden Aktionen durch den Forst. Erforscht haben die Kinder außerdem Wassertiere im Teich und den Osterbach im Siekertal.



Damwildgehege Bad Oeynhausener Schweiz e.V.
Durch die Neugründung des Vereins Damwildgehege Bad Oeynhausener Schweiz e.V. unter Leitung von Rainer Frilling hat dieser Parkbereich in der Innenstadt eine völlig neue Bedeutung nicht nur für den Natur- und Artenschutz bekommen, sondern auch für das Thema Naturerlebnispädagogik. Die Jugendgruppe wird hier in Zukunft besonders aktiv werden, hat bereits das schöne Areal kennengelernt und den Verein bei vielen anfallenden Arbeiten rund um das Damwildgehege unterstützt. Geplant ist ein Insektenhotel, die Renovierung eines Aufenthaltsraumes in einem alten Gärtnerhäuschen und vieles andere mehr.


Nisthilfen
Seit Jahren unterstützen heimische Firmen die Bemühungen unseres Vereins im Artenschutz. Dabei ist das Berufsbildungswerk des Wittekindshofs aktiv, deren Tischlerei und Malerei fertigt Nistkästen aller Art nach Vorgaben von Erwin Mattegiet. Unserer besonderer Dank gilt dem Leiter des BBW, Herrn Roland Cornelsen und den Handwerksmeistern Dieter Skrzipietz, Cord Neuhaus und Oliver Beyer.
Unser Dank gilt ferner den Firmen Holzbau Grübbel, Dachdeckerei Stein, Tischlerei Bernd Müller, Heizung und Sanitär Pieper, Tiefbau Stohlmann, Bauschlosserei Peter Bernau, Bauschlosserei Helmut Isemann und EON Westfalen-Weser.



Wir wünschen allen Bad Oeynhausern, Naturinteressierten und Umweltaktiven ein erlebnisreiches Jahr 2014.

Dr. Walter H. Jäcker,Werner Trettin, Wolfgang Heper und Erwin Mattegiet
Mirjam-Hanna Voß und Antje Brandt
im Namen der Arbeitsgruppe Natur- und Umweltschutz Bad Oeynhausen e.V.

Bad Oeynhausen, den 10. Dezember 2013

 

Fotos Störche: W. Guzik und F. Marske

Weitere Fotos: A. Brandt

 

 

 
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